Sternsinger Geschichte in Eppelheim

Sternsingen in Eppelheim ist gelebte Tradition, gelebte Ökumene und großartiges Engagement
Angefangen im Jahr 1975 mit den ersten Besuchen von Kranken, können wir heute auf ein sehr stolzes Ergebnis blicken. Es wurden in den 51 Aktionen seit 1975
insgesamt 922.823 € gesammelt (1975 - 2025).
Auf diese Summe dürfen die Eppelheimer mächtig stolz sein. So stehen die Eppelheimer Zahlen immer ganz vorne im „Vergleich“. Dies wäre alles nicht möglich ohne unzählige ehrenamtliche Helfer: Federführend geleitet haben die Aktion in den ersten 15 Jahren die Niederbronner Schwestern, die damals noch in Eppelheim zuhause waren. Nach deren Fortgang aus Eppelheim begleitete unsere damalige Gemeindereferentin Anni Laschett ab 1990 für 15 Jahre die Aktion.
Im Jahr 2006 übernahm Pastoralreferent Daniel Saam bis zu seiner Verabschiedung die Aktion.
Im Jahr  2012 übernahm Judith Schmitt-Helfferich für 11 Jahre die Verantwortung.
Organisator ist seit Jahren Bernd Hönig mailto:eppelheimersternsinger@t-online.de
Ein Gruppe Frauen näht unterjährig neue festliche Gewänder, flickt und pflegt den Kostümfundus, eine andere verpflegt alle Beteiligten an allen Sammeltagen mit mehreren Mahlzeiten und "Shuttle-Service" und gemeinsam kochen sie an einem "Sonntag im Fanziskushof".
Der "DANKE!-Tag", zu dem die Gemeinde alle Kinder und Jugendlichen im Frühjahr einlädt ist inzwischen auch ein "jour fixe" für die Beteiligten geworden.
Was steht in Eppelheim hinter der Sternsingeraktion?
Wir können sicherlich von einer gelebten Tradition sprechen.
Sternsinger in Eppelheim stehen auch für gelebte Ökumene. Es ist einfach die Regel, dass katholische und evangelische Kinder die Aktion durch Ihren Einsatz unterstützen. Hinzu kommen Orthodoxe, Muslime und konfessionslose Kinder und Jugendliche.
Mit schöner Regelmäßigkeit gestaltet der evangelische Posaunenchor unser katholisches Hochamt zum Fest der heiligen Drei Könige, den Aussendungsgottesdient aktiv mit.
Sternsinger in Eppelheim heißt auch Begeisterung, Leidenschaft und körperlicher Einsatz, der einfach Spaß macht. Wenn über 80 Kinder und Jugendliche sich für eine Sache einsetzen, wenn 30 bis 40 erwachsene Menschen als Begleiter ihren Beitrag leisten, dann muss schon mehr dahinter sein, als nur ein „das mach ich halt“. Wenn Kinder und Jugendliche bei Minustemperaturen, Eis und Schnee in ihren Winterferien durch die Straßen ziehen: dort ist Leidenschaft!
Einmalige Momente!
Alle Kinder berichten nach den Sammeltagen von außergewöhnlichen Begegnungen und Erlebnissen, die ihnen in Erinnerung bleiben.
So sagte eine kranke Frau nach dem Besuch der Sternsinger: „Ihr bringt nicht nur den Segen von der Krippe aus Bethlehem zu uns, nein, Ihr selbst seid ein Segen mit Eurem Besuch“.
Was kann man mehr sein für andere Menschen?
 

 
 
 
Aus der Presse:

Zahlreiche Majestäten zu Gast in Eppelheim
In Eppelheim zählt der Dreikönigstag unbestritten zu den größten Ereignissen.
Seit 1975 beteiligt sich die kath. Pfarrei St. Joseph an dieser bundesweiten Aktion.
Sie ist eine deutliche Absage an enges Kirchturmdenken und ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit den Kindern in der Dritten Welt. Unter dem diesjährigen Motto „Klopft an Türen, pocht auf Rechte“ wollen die Sternsinger mit ihrer Aktion mithelfen, Kindern  in vielen anderen Regionen der Erde einen Weg aus Not und Elend zu finden.
In diesem Jahr meldeten sich 58  Kinder und Jugendliche zum Sternsingen, eine Zahl, die klar gegen die verbreitete Meinung von Oberflächlichkeit und Desinteresse der heutigen Jugend spricht. In 15 Gruppen machten sich die Caspars, Melchiors und Balthasars mit ihren Sternträgern auf den Weg, den Segen der Weihnacht in die Wohnungen von Familien und Alleinlebenden zu tragen. 

Der Aussendungsgottesdienst am Dreikönigstag, zu dem auch die evangelische Schwestergemeinde eingeladen wurde, war zugleich auch ein Fest der Ökumene, das musikalisch vom evangelischen Posaunenchor unter Andreas Unglaube mitgestaltet wurde. Der gesamte Altarraum ist am Dreikönigstag so bunt und exotisch wie das ganze Jahr über nie und an Weihrauch wird beileibe nicht gespart. Auf den Altarstufen präsentierte sich auch dieses Jahr wieder die exquisite Versammlung von Königen und Königinnen
Die bunte Schar kam nicht nur aus Eppelheim, sondern auch aus dem Pfaffengrund und Wieblingen, zusammen waren es über 90  Könige, Königinnen und Sternträger. Beeindruckt von solch aristokratischem Glanz in seiner Kirche, hieß Pfarrer Johannes Brandt in aller Form und Etikette die Majestäten, Exzellenzen und Hochwohlgeborenen herzlich willkommen. Mit ihrer Aktion setzten die Sternsinger ein Zeichen für Mitmenschlichkeit in unserer Stadt und weit darüber hinaus. Den Menschen Gutes zu tun sollte für sie an erster Stelle stehen. Als sichtbare Zeichen ihres hohen Auftrages weihte Pfarrer Brandt Wasser, Salz, Kreide und Weihrauch, die symbolisch für Leben, Heilung und Gebet stehen. Nach dem Aussendungssegen vor der Weihnachtskrippe machten sich die Sternsinger mit ihren erwachsenen Begleitern nun auf den Weg durch die Straßen. Lange hatten sie sich darauf vorbereitet und gefreut. Aber nach einigen Stunden spürten sie doch, dass lange Wege und steile Treppen müde und das Singen die Kehle trocken machen. Aber Könige aus dem Morgenland sind an die Strapazen der langen Wege gewöhnt und ignorieren selbstverständlich solche Mühseligkeit.
Pfarrer Brandt bedankte sich bei allen die am Gelingen des Dreikönigsfestes beigetragen haben.  Für die Planung und Vorbereitung bedankte er sich bei Petra Stehle aus Wieblingen, Manuela Klauditz aus Pfaffengrund und bei Bernd Hönig aus Eppelheim.

Zum Abschluss der Aktion am Sonntagabend fanden sich alle Sternsinger mit ihren Begleitern noch einmal in der Kirche ein, müde, aber erkennbar stolz auf ihre Leistung und froh darüber, Menschen eine Freude gemacht zu haben. Die Andacht leitete Pastoralreferentin  Judith Schmitt.Helfferich. Sie  dankte allen Mädchen und Jungen, die zwei Tage ihrer Ferien opferten, den erwachsenen Gruppenbegleitern und Begleiterinnen, den Schneiderinnen in der Garderobe und den Köchen/-innen, die das müde Heer mit leckerer Kost am Ende ihrer Reise wieder kräftigten.
Das vorläufige Sammelergebnis für Eppelheim beträgt wieder 20 Tausend Euro. Den Eppelheimern sei herzlich gedankt, sie zählen damit wieder zu den ganz großen Unterstützern der jährlichen Aktion.