Die Kircher-Orgel von St. Johannes
 

Quelle: Johannes Kircher, Orgelbaumeister

 
Allgemeines
Unsere Orgel steht als freie, in Eichenholz gefertigte Skulptur, mit 6,13 Metern Höhe und rund 10 Tonnen Gewicht, majestätisch auf der geräumigen Empore.
Sie wurde von September 2000 bis Dezember 2003 durch Johannes Kircher erbaut. Die Orgelweihe fand am 02. Mai 2004 statt.
 
Kurzer Rückblick zur Baugeschichte
Johannes Kircher absolvierte im Jahr 2000 die Meisterprüfung und suchte eine Möglichkeit in Heidelberg eine Referenzorgel aufzustellen. Mit der kath. Kirchengemeinde St. Johannes wurde folgende Vereinbarung geschlossen: die Kirchengemeinde St. Johannes zahlt den größten Materialanteil, die Firma Kircher den gesamten Arbeitslohn und weiteres Material. So wurde aus einer Vision 3 Jahre später Realität.
 
Technik und Klang
Das Instrument hat 31 klingende Register (Klangfarben) und 1981 Pfeifen verteilt auf zwei Manuale und Pedal mit rein mechanischen Spiel- und Registertrakturen. Derzeit erfolgt sukzessiv der Einbau einer elektronisch gesteuerten Setzeranlage mit 10.000 Speichermöglichkeiten, welche per Knopfdruck einen schnellen Registerwechsel erlaubt. Diese Einrichtung ist für Improvisationen und anspruchsvolle Orgelliteratur heutzutage unverzichtbar.
Darüber hinaus besitzt die Orgel sechs Blasebälge. Diese sorgen für differenzierten stabilen Winddruck. Die Intonation der einzelnen Register erlaubt zudem breite Klangmöglichkeiten sowie ein symphonisches Plenum. Als seltene Besonderheit besitzt dieses Instrument ein echtes labiales 32-Fuß-Register, welches dem Werk ein gravitätisches und tiefenausdeutendes Fundament verleiht. Bei Gottesdiensten und zahlreichen Konzerten mit Organisten aus dem In- und Ausland hat sich dieses Meisterwerk zur Freude der Anwesenden und zur Ehre Gottes stets als zuverlässig und klanglich beeindruckend erwiesen.
I. Manual (Hauptwerk)              II. Manual (Schwellwerk)                Pedalwerk  
  1.) Bourdon 16   12.) Diapason 8   Großpedal  
  2.) Principal 8   13.) Salicional 8   24.) Grand Bourdon   32
  3.) Gamba 8   14.) Voix céleste ab c° 8   25.) Contrabaß 16
  4.) Holzflöte 8   15.) Bourdon 8   26.) Subbaß 16
  5.) Octave 4   16.) Prestant 4   27.) Bombarde 16
  6.) Flöte 4   17.) Flûte à cheminée 4      
  7.) Quinte 2 2/3   18.) Nazard  2 2/3      
  8.) Superoctave 2   19.) Octavin 2   Kleinpedal  
  9.) Mixtur 4-5fach 1 1/3   20.) Tierce 1 3/5   28.) Octavbaß 8
10.) Cornett 5-fach ab a°   8   21.) Fourniture 4-5fach 2 2/3   29.) Flötbaß 8
11.) Trompete 8   22.) Trompette harm. 8   30.) Choralbaß 4
      23.) Hautbois 8   31.) Posaune 8
      – Tremblant –        
 
Koppeln: II-I, I-P, II-P, SUB II/II 16, mit II-I durchkoppelnd,
Röhrenglocken (Eigenbau Kircher) auf I. Manual von a‘ – e“‘ spielbar, jedoch dem Schwellwerk zugeordnet sowie auch vom Pedal spielbar
 
Dank
Dieses Projekt konnte nur in vertrauensvoller Zusammenarbeit und Unterstützung aller beteiligten Personen und Gremien gelingen.
Besonderer Dank geht an:
Pfarrer Karl Müller
Diakon Gerhard Mlitzko (Vors. des kirchenmusikalischen Förderkreises)
Dem Pfarrgemeinderat St. Johannes
Dem Stiftungsrat St. Johannes
OBM Johannes Kircher
Prof. Dr. Michael G. Kaufmann (erzb. Orgelinspektor)
Allen Spendern
 
Weitere Infos zu unserer Orgel und dem Orgelbaumeister finden Sie auf der Homepage von Johannes Kircher:
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