ACK Heidelberg tagte mit neuem Vorstand

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Heidelberg (ACK) tagte am Dienstagabend, 12. Mai 2026, erstmals unter neuer Leitung. Das Treffen fand in der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) in Rohrbach-Süd statt und wurde von Felix Wente als Gastgeber mit Gedanken zu dem Bibelwort der Jahreslosung: „Siehe ich mache alles neu“ eröffnet.

Neuer ACK-Vorstand (v.l.): Stefan Osterwald, Felix Wente, Helmut Haas, Dietrich Dancker
Pfarrerin Sibylle Baur-Kolster (Evangelische Kirche Heidelberg-Rohrbach), Mathias Kirchgässner (Katholische Stadtkirche) sowie Prof. Dr. Reinhard Henkel (Evangelisch-freikirchliche Gemeinde Heidelberg-Südstadt) stellten sich nach zehnjähriger engagierter Vorstandstätigkeit nicht mehr zur Wiederwahl, wobei Kirchgässner und Henkel weiter als Delegierte mitarbeiten werden. Alle drei wurden für ihre verdienstvolle Arbeit gewürdigt und verabschiedet. Dietrich Dancker hatte sich zur Wiederwahl gestellt.
 
Der neu gewählte Vorstand , der sich kurz vorstellte, wird nun in den nächsten drei Jahren von folgenden vier Delegierten repräsentiert:
  • Felix Wente (Freie evangelische Gemeinde) als 1. Vorsitzender
  • Helmut Haas (Neuapostolische Kirche) als 2. Vorsitzender und Pressereferent,
  • Stefan Osterwald (Katholische Stadtkirche) als Schriftführer
  • Dietrich Dancker (Evangelische Kirche HD-Kirchheim ) als Schatzmeister.
Die ACK Heidelberg besteht seit 1978 und ist aktuell ein Zusammenschluss von 13 Kirchen unterschiedlicher Konfessionen mit 33 Delegierten. Im Zentrum des Miteinanders stehen regelmäßige, vom Vorstand geleitete Versammlungen, gemeinsame Gottesdienste und Initiativen in freundschaftlichem, ökumenischem Zusammenwirken.
 
Nach Segnung des neuen Vorstandes erfolgte ein Dialog mit dem erstmals anwesenden Gast des Abends Dr. Marius Fletschinger, dem Leitenden Pfarrer der katholischen Stadtkirche, der auch Grüße vom evangelischen Dekan Dr. Christof Ellsiepen überbrachte. Fletschinger äußerte, dass Ökumene bei ihm einen hohen Stellenwert besitze und Einssein nicht gleich Uniformität bedeute. Es sei notwendig, sich auf das Gemeinsame und Wesentliche zu besinnen und sich ganz an Christus zu orientieren.
Über die erstmals erfolgte und erfolgreiche Aktion „Heidelberger Ostern“ berichtete Haas: Ostern 2026 war als christliches Hochfest im Stadtbild per Plakate und Banner an vielen Kirchen und vor allem medial sichtbar gemacht worden. Die Aktion soll im kommenden Jahr eine Neuauflage erhalten und Raum für kreative, zielgruppenorientierte Ideen schaffen. Seitens der ACK stellte sich der katholische Delegierte Dr. Bertram Swonke als Kontaktperson zur Verfügung.
Die evangelische Delegierte Dr. Ruth Hildebrandt gab einen Überblick über den aktuellen Stand des sich neu etablierenden Heidelberger Dialogs der Religionen, der von Sozialbürgermeisterin Stefanie Jansen geleitet wird.  Zielsetzungen dieses von der Stadt Heidelberg initiierten interreligiösen Gremiums seien gelebte Solidarität, Mitgefühl und die Selbstverpflichtung, in guter Nachbarschaft füreinander einzustehen. Hildebrandt und zwei weitere Delegierte vertreten bei diesem interreligiösen Dialog die ACK Heidelberg.
Nachdem sich Delegierte für die Arbeitskreise Reformationsgottesdienst  und Pogromgedenken gemeldet hatten, beendete Christina Wente die Versammlung mit einem Gebet von Dietrich Bonhoeffer.